Datum: 15. Jan 2006
Ort: Heumarkt
Zeit: 20h 00
Totonkas kratzen noch einmal die Kurve! 5:3 gegen die Vienna-Cougars!
Nach dem Meisterschaftsspiel des Vorjahres war das „Universitäts“ Team der Totonkas vorgewarnt. Das eklatante 6:1 saß sicher noch lästig in den Köpfen der Stars der vergangenen Tage. Doch ein neuer Stern am WUL Himmel war erschienen und langsam aber sich war die Zeit für die Wachablöse gekommen. – doch noch war die Zeit leider nicht reif gewesen, da die Vienna Cougars alles andere als in Bestbesetzung aufs Eis gehen mussten. So fehlten ein arbeitender Heinrich Husslein, Clemens Lassmann, ein erkrankter Philipp Hillbrand und ein einberufener Rekr. Auersperg für dieses wichtige Meisterschaftsspiel. Die Cougars Reihen wurden völlig neu zusammengewürfelt, da auch nur 3 Verteidiger zur Verfügung standen. Aber leider stand man den voll motivierten, auf Revanche erpichten Totonkas Team gegenüber. In der ersten Minuten wurde dennoch sofort klar, dass man weder Respekt noch irgendwie Angst vor dem an diesem Abend vermeidlich besseren Gegner hatte – da musste man einfach durch.
Das frühe 1:0 für das Heimteam war ein Versäumnis der Cougars Verteidigung gewesen, die dem Gegenspieler zu viele Rebounds vor dem Cougars Tor erlaubten – und irgendwann trifft halt auch ein Totonka ins Netz. Durch frühes Stören im Aufbau der Totonkas, kamen die Cougars zum Ausgleich. Werfer Joseph takelte schon im Verteidigungsdrittel der Totonkas und erzeugte Nervosität. Was folgte war ein Fehlpass des Büffelverteidigers, der abgefangen wurde und zur „Walze“ Günther Seibl weitergepasst wurde. Dieser fackelte nicht lang und zog den Puck Backhand über den Totonka Goalie unter die Latte. 1:1 Doch leider schon im Gegenzug entstanden wieder der Führungstreffer und die Fan Ernüchterung. Schwerer Patzer der Cougars Verteidiger und der Stürmer fuhr 1 gegen 0 auf den bis dato ausgezeichnet haltenden Cougars Goalie Punzci. 2:1. Und weiter ging's in diesem Match zwischen 3. und 4. Platzierten der WUL. Aufgeben gibt es ja bekanntlich für einen Cougar nicht und angetrieben von den wieder zahlreich erschienenen Fans (Sind wir eigentlich die Einzigen die Solche haben?? Habt ihr alle keine Ehefrauen??) wurde weitergefightet. Durch einen gelungenen Konter und der üblichen Gegnerverarsche von Spieler Krenn kam es erneut zum Ausgleich. 2:2. Auch diese Pattstellung währte leider nicht lange. Wieder war es ein Eigenfehler der die Totonkas in Fahrt Richtung Sieg brachte. 3:2 war dann auch der Pausenstand. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Schiedsrichterleistung noch gut – außer vielleicht von dem, der beim bremsen ständig hingefallen ist und sich die Abseitsregel während des Spiels erklären ließ. Gleich nach der Pause war man dann allerdings nicht mehr zufrieden – nämlich als Spieler Krenn für ein Foul vom Spiel ausgeschlossen wurde. Unter Einfluss der schauspielerischen Glanzleistung des Totonka Schwans, der sich schon zum Sterben hinlegte, wurde ein spielbestimmender Cougar für eine Nichtigkeit geahndet und des Platzes verwiesen. Eh schon von Anfang an dezimiert und dann so eine klare Fehlentscheidung waren zuviel für ein/mein Cougars-Fan-Herz – da kam das snopproletuide dann endgültig zum Vorschein. :)
Dieser Stand von 3:2 währte dann eine Zeit und es ging in hohem Tempo hin und her. Es war wirklich ein spannendes und emotional hochdramatisches Match. Sowohl der Ausgleich, als auch das entscheidend Tor für die Totonkas lagen in der eiskalten Luft des 15.Jänners. Durch ein sehenswertes Solo von Spieler Gareis, der heute ausnahmsweise als Verteidiger fungierte, kam dann endlich das 3:3. Es war etwas skurril, da der Totonkas Goalie plötzlich aus dem Tor fuhr, alle möglichen Verteidiger kreuz und quer lagen und der Cougars interim Captain eiskalt verwertete. Die Freude war groß – wieder war der Ausgleich geschafft und es war nur noch wenig Zeit über. Sollte an sich alles Glatt gehen – aber leider folgte wieder ein fataler Fehler. Durch ein unnötiges Dribbling, mit anschießendem Fehlpass wurde die Lücke geöffnet und der Totonka lies sich diese Chance nicht nehmen das 4:3 zu schießen. Wieder musste man einem Rückstand nachlaufen, der absolut unnötig war. Doch die Kraftreserven waren leider schon aufgebraucht, Glück hatte man in diesem Match sowieso zu keiner Sekunde gehabt und so kam dann noch das 5:3 zustande. Leider hatte man nicht den Kader aufbringen können, der um einen Sieg mitgespielt hätte, aber so spielt das Leben.
Eines noch vorweg: In den Playoffs ist dann die Zeit gekommen!!
Wieder ein herzliches Dankeschön an die vielen Fans, die unsere Mannschaft so tatkräftig unterstützen und anfeuern!! An Spannung und Dramatik hat dieses Match zu unserer Freude ja eh alle Stückerl gespielt – einzig und allein das Ergebnis muss saniert werden.