Vienna Cougars vs. Scalpels 19.03.2006


Datum: 19. März 2006
Ort: Stadthalle
Zeit: 13h 00

Vienna Cougars gewinnen 2. Play-Off Match gegen Scaplels 7:2!! Und weiter geht's…

Fantechnisch war es eine absolut blöde Zeit. Es war Sonntag, dazu um die Mittagszeit, wo einige Fans bei Oma am Mittagstisch aßen, anstatt ihre Mannschaft zu pushen. Dennoch waren wieder um die 80 Cougars Fans anwesend. Es war das wichtige Rückspiel im WUL Viertelfinale.
Die Scalpels empfingen die Vienna Cougars in der Stadthalle. Das erste Aufeinandertreffen im Play Off haben die Cougars klar mit 6:0 gewonnen und auch diesmal sollte einem Sieg nichts im Wege stehen. An der Aufstellung hatte sich nicht viel geändert, außer das eine 4. Sturmlinie hinzukam, was Anfangs auch für Verwirrung beim Wechseln sorgte. Das Spiel wurde angepfiffen und schon saß ein Cougars Verteidiger auf der Strafbank. Zu ungestüm war er auf seinen Gegner aufgefahren und hatten ihn zu Boden gecheckt – erstes Power Play für die Heimmannschaft. Die Anfangsminuten des Spiels waren auf Seiten der Cougars durchwachsen - alle noch nervös, kein klarer Aufbau, keine Struktur und plötzlich war der Puck im Tor. Erstmals in 4 Spielen musste der Kanadische Schlussmann der Cougars hinter sich greifen. 1:0 für die Scalpels. – Schock! Noch war aber kein Grund zur Panik, denn der Fehler war klar in der unnötigen Hektik der Cougars Spieler zu suchen.
Während Cougars Stürmer das Spiel machten, und den Puck aber einfach nicht im gegnerische Tor unterbrachten, beschränkten sich die Scalpels auf ein gefährliches Konterspiel. Immer stand ein Stürmer hoch und wartete auf den tödlichen Pass, der einen Konter öffnen sollte. Dann wieder eine Schrecksekunde. Ein unerwarteter Pass zum Cougars Verteidiger Jahn öffnete den blitzschnellen Konter für den Scalpels Stürmers. Dieser, verfolgt von den Verteidigern, schob das kleine Schwarze an Karl Trutschmann vorbei – 2:0. Interessanter Spielverlauf. Die Einen stürmen verzweifelt aber schießen keine Tore und die Anderen warten ab und schießen sie. Doch Rettung nahte knapp vor dem Drittelende. Der Cougars Verteidiger Emberger bekam die Scheibe an der blauen Linie und zog sofort ab. Man weiß bis heute nicht wie, aber die Scheibe landete genau im Kreuzeck des Scalpelstor . Chancenlos war der Goalie , der, wie alle anderen auch nicht wusste was geschehen war. Verkürzt auf 1:2. Mit diesem Rückstand ging man in die erste Pause. Hängende Köpfe und ein Raunen aus der Gardarobe. Dann ein paar aufmunternde Worte, der Kampfgeist wurde wieder geweckt.
Im zweiten Drittel wollte man dem Gegner wieder zeigen wie man good old Hockey spielt. Motiviert von Kopf bis zu den Schlittschuhen ging man aufs Eis um die Partie umzudrehen. Konsequent wurde nach vorne gespielt und das Tor der Scalpels bearbeitet. Dann endlich ein Aufschrei – man hatte den Ausgleich geschossen. Heinrich Husslein zog noch Zuspiel direkt ab und der Puck suchte sich seinen Weg ins Tor. – 2:2. Der Bann war gebrochen und plötzlich wirkte die gesamte Mannschaft wie ausgewechselt. Zweites Drittel fast vorbei als Spieler Krenn zu einem seiner legendären Solos ansetzte. Lässt den Ersten stehen, den Zweiten ebenso und dann schneller Hacken und Backhand ins linke Kreuzeck. -> schönstes Tor an diesem Tag und endlich die verdiente Führung der Cougars. Zweite Drittel vorbei – die Köpfe wieder erhoben und bereit das Spiel zu gewinnen.
Drittes Drittel war dann Cougars Drittel. Bombenschuss durch Spieler Werfer, der dem Scalpelsgoalie aus dem Handschuh ins Tor sprang – 4:2. Weiters Glanzleistung von Spieler Auersperg , der ebenso wie Sturmpartner Krenn die Scalpels Verteidigung schwindlig fuhr und eiskalt einnetzte 5:2. Jetzt war es auch besiegelt. Man zog in das Halbfinale der WUL ein, denn abgesehen von ein paar müden Kontern war nichts mehr von den Scalpels zu sehen. Dann, die Cougars nur zu dritt am Eis, wurde ein Pass durch Hillbrand Volker abgefangen und schon ging es ins gegnerische Drittel hinein. Nur ein Verteidiger und ein Goalie standen im Weg. – kein Problem - ein Schuss durch die Beine des Verteidigers und unter den Schonern des Scalplesgoalie durch und es stand 6:2. Negatives Highlight dieser von beiden Seiten hart geführten Partie war schließlich ein Ausschluss des Scalpels Spielers Fiser . Trotz des mittlerweile klaren Spielstandes setzte er zu einem brutalen Foul an und beschimpfte die Schiedsrichter im Zuge der Strafaussprechung aufs derbste. Das war dann zuviel und er musste das Spielfeld räumen – schade er war uns so ans Herz gewachsen!
Den krönenden Abschluss haben wir dann unserem Bayer (also quasi Österreicher) Seibl zu verdanken, der einen Pass von Spieler Werfer direkt übernahm. 7:2 Endstand in diesem Anfangs noch spannenden, am Ende nur noch einseitigen Spiel.
Die gesamte Mannschaft der Vienna Cougars kann stolz auf das Erreichte sein, da die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte schon jetzt erreicht wurde. Folge dessen kann im nächsten Spiel gegen die Mannschaft der 48er frei aufgespielt und vielleicht für eine Überraschung gesorgt werden.

Halbfinale: Cougars vs. 48er - Donnertsag 23.03. 20:00 Albert Schultz Halle

22.03.2006