Datum: 06. Dez. 2004
Ort: Eisring Süd
Zeit: 20h 30
Diagnose: Vernichtende Cougaritis! 10:3 - die Chance der Scalpels zu überleben nicht vorhanden!
Die Siegesserie der Vienna Cougars hält an. Gegner waren die Scalpels, die ihre erste Saison in der WUL bestreiten. Zwar hatte man die Scalpels letzte Saison in einem Testspiel noch klar besiegt, doch auch dieses Team hat sich verstärkt und weiterentwickelt. In den bisherigen Matches gegen starke Gegner haben sie durchwegs ansprechende Leistungen geboten und waren deshalb sehr schwer einzuschätzen. Nachdem man im letzten Spiel (Icetigers) schon gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner fighten musste, änderte sich auch an diesem Abend an dieser Situation nicht viel. Auf dem Papier zwar noch Null Punkte aber auf keinen Fall zu unterschätzen.
Bei den Cougars waren ziemlich alle von der Stammformation anwesend und man freute sich auf ein gutes Spiel. Wetter war herrlich – weder Schnee noch Wind waren ins Spiel involviert und ausnahmsweise war auch das Eis (für Eisring Open Air Verhältnisse) durchaus ansprechend. Man ging also hochmotiviert ins Match, da es ein Pflichtsieg werden musste. Im Tor der Cougars stand wieder einmal, für Außeneinsätze prädestiniert, Karl Trutschmann. Das gab den Verteidigern schon mal Auftrieb und man konnte frech nach vorne spielen. Schnell wurde das erste Tor erzielt und man wollte zügig einen Respektabstand herausspielen. Doch so leicht ging es dann doch nicht. Da die Cougars Verteidigung sehr weit – schon zu weit – aufrückte, wurde der Platz für gegnerische Konter geöffnet. Zwar durch Eigenfehler der Cougars provoziert, aber dann von den Scalpels Stürmern eiskalt ausgenützt, wurden diese Konter gefahren. 1:1. Es sollte vielleicht doch ein interessantes Spiel werden. Langsam aber doch begann sich dann aber die Tormaschinerie der Cougars warmzuspielen und Spieler Husslein versenkte für die Cougars den Führungstreffer zum 2:1. Es folgte das 3:1 kurz darauf. Wieder durch Unachtsamkeit und einem Missverständnis zwischen Stürmer und Verteidiger gelang den Scalpels der Anschlusstreffer. Doch erneut fightete sich die Zweite Linie vor das Tor und versenkte den Puck im Netz. 4:2 war das Zwischenergebnis der ersten Hälfte. Spielerisch war man nicht unbedingt zufrieden, da das ganze Spiel sehr zerfahren und nicht durch schöne Aufbauaktionen geprägt war. Zwar hatte man die Gegner kämpferisch in die Schranken gewiesen, doch man hatte zwei saudumme Tore bekommen. Besser machen war die Devise der zweiten Hälfte. Versuchen mit Aufbau und Kombinationen vors gegnerische Tor zu kommen. Es dauerte nicht lange da kamen – eh klar die zweite Reihe – vors gegnerische Gehäuse und knallten das schwarze Hartgummiding ins Tor. 5:2 – so konnte es weitergehen. Es wurde nur noch im gegnerischen Drittel gespielt und der Scalpels Goalie hatte an diesem Abend nicht viel Zeit zum ausruhen. Vor Rechts und Links kamen sie, umkreisten, durchspielten oder durchtänzelten die gegnerische Verteidigung um dann alleine gegen den armen Goalie zu fahren. Spieler Wolf war der Nächste. Durch einen Schuss von links, den der Goalie nicht richtig zu fassen bekam gelang das 6:2. Folglich wurde nur noch nach vorne gespielt, jeder wollte sein Türl machen und hinten stand ganz alleine, verlassen auf weiter Flur der Cougars Goalie. Doch dann war es wieder ein Konter, der den Scalpels das 3 Tor ermöglichte. Das wars dann allerdings. Von da an spielten die Cougars konsequent nach vorne und machten Tor um Tor. Spieler Werfer, dann Spieler Krenn und zu alten Tugenden gefunden hat auch Spieler Auersperg, der die letzten zwei Tore für die Vienna Cougars geschossen hat. Einen größeren Torerfolg verhinderte nur mehr der hervorragend spielende Scalpels Tormann.
Somit wurde es nichts mit der versprochenen Katzenwäsche und die Cougars gingen zwar verschwitzt, aber mit einem respektablen 10:3 in die Kabine.
Wieder einmal muss man die optimale Fanbetreuung der Vienna Cougars erwähnen. Denn an welchem Spielort der WUL gibt es Glühwein und Kekse um die Fans zu motivieren bei diesem kalten Wetter in den Cougars Dome zu pilgern. Und sie kamen wie immer in Scharen.
Herzlichen Dank Leute!!