Datum: 16. Dez 2005
Ort: Eisring Süd
Zeit: 19h 30
Kommt sagt es allen Leuten… Vienna-Cougars vs. 48er 3:0!!
Meister des letzten Jahres im Heimspiel gedemütigt! Die Sensation ist perfekt!
Gestern Abend versammelten sich einige, eigentlich viel zu wenige, Eishockeycracks der Vienna-Cougars um das schwerste Spiel der diesjährigen Meisterschaft anzugehen. Gegner war niemand anders als der amtierende Meister - die 48er Monsters. Noch kein Spiel hatten sie in dieser Saison verloren und mit Stolz gestählter Brust wollte man auch das Spiel gegen die Vienna-Cougars beschreiten und die nächsten 2 Punkte einfahren – denn nachher gab’s ja angeblich Weihnachtfeier.
Stark dezimiert, da einige Cougars das Skifahren dem “good old hockey game“ vorzogen, sich im Ausland befanden oder einfach nur verpennten, waren nur 2 Verteidigungslinien und 2 Sturmlinien anwesend. Mit Karl Trutschmann stand wieder einmal ein Fels in der Brandung, der das Cougars Tor zu hüten hatte. Aber auch mit Rainer Guglia in der Verteidigung konnte man das Spiel beruhigter angehen. Schnell mussten die neuen Linien gefunden werden. Unterstützt von den schreienden und grölenden Fans, allen voran die verletzten Cougars Spieler.
Es war eine Augenweide den zwei Mannschaften zuzuschauen. Eishockey vom Feinsten wurde an diesem Abend am Eisring geboten. Hin und her ging es. Schuss aufs 48er Tor, Schuss aufs Cougars Tor. Ein munteres Treiben am Eis. Disziplinierte Spielweise und keine auffälligen Aggressionen waren zu erkennen – einfach Eishockey wie man es gerne hat. Immer wieder gab es kleinere Fouls, die aber durch die wieder hervorragend pfeifenden Schiedsrichter schon im Keim erstickt wurden. In einem Power Play versuchte man das Spiel zu kontrollieren und den Puck laufen zu lassen. Abschluss einer dieser Aktion war dann ein gezielter Schuss von Lorenz Gareis der genau unter die Latte des 48er Tores passte. 1:0 – was für ein Spiel!
Die 48er sichtlich aus der Ruhe gebracht, versuchten nun ihr Spiel aufzuziehen und durch schnelle Positionswechsel zum Erfolg zu kommen. Doch die Verteidigung stand an diesem Abend zu gut, es gab kein Durchkommen – auch die 48er sollten ihre Meister gefunden haben. Falls es ihnen dann doch gelungen ist gefährlich vor Tor zu kommen, stand der Cougars Goalie immer gold richtig. Auffallend war, dass die Konzentration und Disziplin der Vienna-Cougars im Gegensatz zum Ducks Match wie ausgewechselt war. Man machte keine dummen Fehler, holte Zeit raus indem man den Puck im Drittel hielt und spielte dann gekonnt durch ein, zwei schnelle Pässe nach vorne. Ein solcher Angriff von Wolf Oliver begonnen, er machte an diesem Abend seinen ersten Saisonpunkt, endete in einem perfekten Zuspiel zu Volker Hillbrand der nicht lang fackelte und einfach abzog. TOR!! 2:0 – ein Wahnsinn. Das sollte reichen. Taktik wurde umgestellt und es ging ans Verteidigen. Ständig wurde das Cougars Drittel belagert. Die 48er fuhren kreuz und quer, ein und aus aber der Verteidigungswall hielt stand. Bei einem Schuss der 48er aus der zweiten Reihe wurde dann noch Lukas Krenn genau am Knie erwischt und brach mit schmerzverzehrtem Gesicht zu Boden – doch Gott sei Dank haben wir ja für solch Fälle immer unseren Teamarzt Dr. Rappold dabei. (auch ihm gehört an dieser Stelle ein besonderes Lob für die gute Betreuung ausgesprochen) Kurz begutachtet, Eisverband angelegt und nach der Pause ging’s auch schon weiter für den wichtigen Cougars Scorer.
Dann kam die Pause. Bis dato ein ausgezeichnet taktisch gespieltes Match. Es gab einfach kein Durchkommen für die 48er und das machte die Sache so spannend. – würden sie es noch schaffen den Ausgleich zu schießen oder war die Sensation geschafft?
Nach Wiederanpfiff merkte man doch schon leichte Ermüdungserscheinungen und so kam es zu vermehrten Fouls der Cougars. Gleich am Anfang der zweiten Hälfte saßen gar 2 Verteidiger der Vienna-Cougars auf der Strafbank. Was folgte war der absolute Wahnsinn – und mein Gott – das muss wirklich Weh getan haben!! Mit nur 3 Mann am Eis gelang es, den Monsters den letzten entscheidenden Stoß zu versetzten. Lukas Krenn hastete nach Zuspiel von Lorenz Gareis übers Eis und versenkte den Puck backhand im Kreuzeck. 3:0 – Shorthanded goal. Damit war es geschafft. Die 48er mussten, der an diesem Abend einfach sehr gut spielenden Cougars Mannschaft, Tribut zollen und neben der ersten Niederlage auch noch ein Shutout hinnehmen. Für die Cougars war es die beste spielerische Leistung der bisherigen Saison und das 3 Shutout.
Mit dieser famosen Leistung gegen den amtierenden Meister ist in dieser Saison alles möglich.